Hallo, liebe(r) Sinnsuchende(r),

fragst du dich gerade, weshalb ich mit einem Headset auf dem Kopf in einem Auto sitze? Das kann ich total gut verstehen und werde dir dafür auch eine plausible Erklärung liefern können. Dazu aber erst später…

Es sind bereits ca. 15 Jahre vergangen, als ich meinen damaligen Job als Groß- und Außenhandelskaufmann an den Nagel gehängt habe. Gestresst, müde, mutlos und traurig wartete nun der längst überfällige Weg der Veränderung auf mich. Dieser Weg begann zunächst mit einem Freiwilligendienst in den Anden Südamerikas. Anschließend folgte ein Umzug von einem kleinen Dorf in Nordrhein-Wesfalen in das pulsierende Zentrum Berlins. Dort begann ich einen herausfordernden und zugleich kraftspendenden Job an der frischen Luft, bei welchem ich Menschen als Fördermitglieder für NGOs gewann. Dürstend nach weiteren Erlebnissen und weiteren Erkenntnissen führte mich dann mein Weg knapp 1000 km zu Fuß von Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich auf dem Camino Francés nach Santiago de Compostela nach Spanien. Diese Challenge war für mich einer der wohl intensivsten Erfahrung in meinem Leben und brachte mich an die Grenzen meiner körperlichen Leistungsfähigkeit.

 

Mit deutlich mehr Klarheit im Gepäck entschied ich mich 2009 für ein Studium der Kommunikationspsychologie, welches zu einem ersten Puzzelteil für mein berufliches Glück wurde. Mir wurde klar, dass es die Geschichten und Lebensentwürfe von Menschen sind, die mich begeistern. Nach Beendigung des Studiums und einer noch parallel abgeschlossenen Coachingausbildung begann ich zunächst als Coach & Mitarbeiter im psychologischen Dienst. Dort war ich zunächst auch sehr zufrieden, bis ich spürte, dass das Format einer Festanstellung nicht wirklich zu mir passte. Somit entschloss ich mich für eine Selbstständigkeit als Coach, welche mir die Möglichkeit gab, freier über meine Zeit entscheiden zu können.  Du ahnst vielleicht, dass sich auch hier wieder ein kleines “aber” verborgen hat. Nein, nach dem Haar in der Suppe habe ich nicht gesucht. Da es ebenfalls meine Leidenschaft ist, regelmäßig andere Länder zu bereisen, nahm ich eine weitere Feinjustierung vor und entschied mich gemeinsam mit meiner Frau für ein ortsunabhängiges Arbeits(-leben). Dadurch haben wir beide den idealen Kompromiss gefunden, bei welchem unsere Berufung genauso viel Raum und Beachtung bekommt wie unsere Bedürfnisse in unserem Privatleben. Und wieso trage ich nun ein Headset in einem Auto? Achtung Trommelwirbel….

Seitdem wir viel mit unserem Campervan unterwegs sind, kann es auch vorkommen, dass ich meine Klienten auf vier Rändern begleitete. Natürlich immer stehend, nicht fahrend und mit stabilem Internet.😉In der Regel miete ich mir jedoch unterwegs Appartements oder einen Büroraum.

Eine geglückte berufliche (Neu-)Orientierung benötigt also mehr, als sich nur über seine Fähigkeiten und Stärken bewusst zu werden. Deine persönlichen Werte, Interessen und deine intrinsische Motivation dienen ebenso als Kompassnadel wie deine persönliche Wohlfühlumgebung und deine Vorstellungen von einem idealen Berufs(-leben). Und dabei ist es egal, was andere darüber denken, solange sich deine Art zu Leben für dich richtig anfühlt. Denn nur du allein schuldest deinen Träumen ein Happy End.

Möchtest du dein Berufs(-leben) gern neu ausrichten?

Dann freue mich sehr von dir zu hören!

Herzliche Grüße

Sebastian